Embodiment

Stoppt den Leistungsterror! Gesundheit geht anders

Dr. Hardy Walle, Internist und Ernährungsmediziner, spricht Klartext zum Thema „Höher, schneller, weiter: Wie sehr schadet uns die Selbstoptimierung?“ – Gesünder leben, besser arbeiten, sportlicher werden: Viele Menschen wollen aus ihrem Leben das Perfekte herausholen. Doch aus dem Wunsch, die beste Version des eigenen Ichs zu sein, kann Zwang werden.

Wer langfristig leistungsfähig und gesund sein will, muss weg vom Leistungsterror und Optimierungswahn.

Wer langfristig leistungsfähig und gesund sein will, muss weg vom Leistungsterror und Optimierungswahn. Mit Gesundheit hat der meistens wenig zu tun. Lassen Sie sich vom Arzt beraten, und fragen Sie, worauf es wirklich ankommt. Machen Sie das Richtige statt einfach nur zu viel: Regelmäßig mit Eiweiß und Ballaststoffen fasten, zweimal täglich Gemüse essen, moderat bewegen statt Extremsport treiben und, ganz wichtig: Schlafen Sie!

  • Schlanke Menschen gelten grundsätzlich als fitter und leistungsfähiger
  • Doch wer dauernd Stress hat, kriegt den Bauch trotz Sport nicht weg
  • Wenn’s wirklich um die Gesundheit geht: ab zum Lebercheck beim Arzt!

Längst hat der Trend zur Selbstoptimierung auch die Führungsebenen der Wirtschaft erreicht. Nahmen früher vor allem Stars und Sternchen unter reger Anteilnahme der Hochglanzmagazine ab, tun es jetzt auch immer mehr Vorstände und CEOs. Denn der Chef ist oberster Markenbotschafter und optisches Aushängeschild des Unternehmens. Wer da kein gutes Bild abgibt – sprich schlank und fit ist –, gilt als nicht leistungsfähig und wird schnell „aussortiert“.

Die Freizeit wird zum Wettbewerb

Vor allem angestellte Manager stehen unter enormem Druck. Die Angst vor internen Rivalen, Druck von Chefs, Aktionären und Investoren versetzen sie in einen dauerhaften „Flight-and-fight“-Modus. Viele „kompensieren“ ihn mit weiteren „Herausforderungen“ in der Freizeit: Marathon laufen, Workout, Gewichte stemmen. Und natürlich wird alles getrackt, gemessen und gebenchmarkt. Entspannung? Runterkommen? Meistens Fehlanzeige.

Trotz der ganzen Quälerei lässt der Frust nicht lange auf sich warten. Zwar ist die Figur bei einem entsprechenden Sportpensum so weit in Ordnung, doch der Bauchansatz bleibt. Das ist kein Wunder, denn Stress und dauerhaft hohe Cortisolwerte bremsen den Fettabbau. Die Folge: Der Bauch wird immer dicker, auch wenn der Rest schlank ist. Termine mit Schnittchen und Kekstellern, schlafraubende Reisen und Geschäftsessen mit ordentlich Alkohol führen dazu, dass Leber und Organe zunehmend Fett einlagern. Dabei ist gerade das Bauchfett so gefährlich: Es begünstigt Herzinfarkt und Schlaganfall, produziert Hormone und macht Sie zuckerkrank.

Qualität statt Quantität zählt

Managern, die meinen Rat suchen, sage ich deswegen: Messen Sie lieber Ihren Bauchumfang als Ihren Puls, dann weiß ich, ob Sie gesund oder krank sind. Und lassen Sie Ihre Leber checken. Damit tun Sie tausendmal mehr für Ihre Gesundheit, als wenn Sie nachts noch laufen gehen. Denn wenn Ihre Leber verfettet ist, wird das alles nichts bringen. Das Fett in der Leber verhindert, dass Sie abnehmen.

Quelle: Stoppt den Leistungsterror! Gesundheit geht anders – News | XING

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