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Meditation die Kunst: was bringt mir das?

In einer Diskussion fragte ein Kollege und was bringt mir das, wenn ich meditiere?

Die Frage ist gut, was bringt es all die Zeit und das Üben? Es bringt in erster Linie etwas Zeit mit Dir selber? Vielleicht kennst Du das:

Dauernd dreht die Mühle meiner Gedanken.

Mal über die Arbeit, über die Freundin oder den Freund, die oder der Dir gerade einen Korb gegeben hat, obwohl Du fandest, so gut hat es noch nie gepasst, oder Du hast es wieder mal verpasst so richtig deine Meinung durchzugeben.

Und jetzt dreht die Mühle und das Leben zieht vorbei ohne das Du wirklich, was mitbekommst oder die Nacht ist um ohne eine Mütze Schlaf.

Meditation ist ein Werkzeug, um in die Leere und Stille zu kommen, und wird dir helfen bewusst zu werden, was da abläuft. Es wäre ja nett wenn man den Film von Zeit, zu Zeit mal wechseln könnte oder zwischen durch mal abschalten und dann genau den Moment jetzt voll wahrzunehmen.

Das Rad der Gedanken stoppen – https://gerritjaeger.com/beratung/

Wie macht man das?

Sitzend oder stehend, liegen geht auch, jedoch schlafe ich liegend meistens ruck, zuck ein (eine tolle Methode übrigens). Ich habe Meditieren über die Jahre immer wieder versucht. Länger als eine vielleicht sogar zwei Minuten da sitzen konnte ich nicht.

Erstens hatte ich es nicht hingekriegt meine Gedanken los zulassen und zweitens begann mein Körper mich mit Schmerzen zu piesacken.

Erst als ich aufhörte mich dagegen zu wehren und etwas erreichen zu wollen, einfach nur Beobachtete, was ich fühlte und dachte und da rein ging, es begann zu zulassen und als Teil von mir anzunehmen, fingen sich die Schmerzen und Gedanken aufzulösen. Oft wahr es so, dass nach der einen Gedankenspirale die Nächste kam und auch auf den Schmerz folgte ein anderer. Da merkte ich, dass man damit auch spielen kann, in dem ich mir sagte, nächster Film bitte den kenne ich schon oder bitte wieder zurück zum vorletzten usw. Und irgend einmal kamen dann Leere und Stille, nur versuchst Du, sie festzuhalten so sind sie gleich wider weg. Interessant finde ich, wahrzunehmen was ich, bei welchen Gedanken fühle.

Am Anfang fühlte ich Panik, wenn es still wurde.

Als ich mir erlaubte dieser Panik Raum zu geben und zu beobachten wie gross sie ist, wo ihr Zentrum ist usw., löste sie sich langsam auf.

Man kann damit nicht nur sehr viel über sich lernen, sondern auch über andere.

Wie das denn? In den Blogs „Wie innen so aussen“ und Selbstverleugnung – das Gesetz der Polarität beschreibe ich, dass die Aussenwelt ein Spiegel Deiner Innenwelt ist. Umgekehrt bist Du ein Reflektor der Aussenwelt. D.h. wenn Du nun gelernt hast die Filme zu wechseln, wirst Du es bald schaffen, Filme bewusst zu wählen und so wirst Du, mit etwas Übung, bald in der Lage sein zu unterscheiden was ist Deines und was spiegelst Du.

Auf diese Weise kannst Du viel über Situationen und andere Menschen erspüren. Viele Menschen tun das unbewusst, was zu Verwirrung führen kann. Oder auch zu Abschottung. Ich habe es lange kaum ausgehalten in grösseren Menschen Ansammlungen. z.B. im Supermarkt aber auch in der Schule, heute weis ich was meines ist und was nicht und kann die fremden Gefühle zulassen und vorbei ziehen lassen. Noch vor einigen Jahren war ich dagegen im Widerstand und habe versucht mich vor Gefühlen ab zu Schotten oder davon zu laufen, so habe ich z.B. den Supermarkt wenn möglich gemieden, oder bin durch gerast. Ich hatte auch die unheimliche Gabe, am Laufendenband in Fettnäpfchen zutreten. Ich habe Schwächen gesehen und völlig unbewusst die Näpfchen zur Explosion gebracht. Aus meiner Sicht habe ich einfach etwas total Harmloses gesagt, um ins Gespräch zu kommen, und konnte nur noch Staunen ab der Reaktion.

Mit dem Bewusstsein darüber sehe ich jetzt meist rechtzeitig, was da jeweils ab geht.

Man sagt mir einen trockenen, sarkastischen, Humor und die Lust zu provozieren nach. Das trifft auch voll ins Schwarze, dazu bin ich noch stark in der Analyse. Diese Fähigkeiten gezielt als Coach und Reflektor, bei Menschen und Tieren einzusetzen, heraus zu fordern und damit Potentiale frei zu legen, ja das Neue zu schaffen, das macht mir Spass.

Auf die Frage was bringt mir Meditation, kann ich aus meiner Erfahrung sagen: Momente der Stille, Zeit für mich und Ordnung in mein Gefühlsleben.

Klarheit darüber wer ich bin und wer nicht.

Wie sind deine Erfahrungen mit Stille und Leere?

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