geist

Die Konzentration auf das was wir nicht haben

 Setze klare Ziele, aber nicht zu viele.

Das war mal das Motto in der siebten Klasse, eine schöne Idee unseres Lehrers.
Was ich heute in Unternehmen höre, tönt z.B. so „wir wollen endlich wieder schwarze Zahlen“. Ist ja, auf den ersten Blick ein sinnvolles Ziel und auch klar.

Das Ziel wird auch immer wieder knapp erreicht aber, um es wieder erreichen zu können braucht es erneut rote Zahlen.

Es setzt also wie viele ziele einen Mangel voraus (Mangelbewusstsein).

Etwas anderes währe einen klaren Gewinn festzulegen.

Macht Ziele setzen Sinn

ein klares Ziel

Die Konzentration auf das was wir nicht haben, oder daran zweifeln es zu bekommen oder zu erreichen, sieht man auch in der Politik z.B. „Wir Schaffen das“ oder „yes we can“.

Die Slogans sind gut gemeint, dienen aber der Beschwörung des Mangels und enden in einer Mauer rund um Europa oder gegen Mexiko.

Genau gesehen löst Mangeldenken Verlustängste und Widerstände hervor.

Auch hinter dem Wunsch zu verbessern oder zu verändern versteckt sich ein Mangel.

Als ich in der Schule meine Diktate oder Aufsätze zurück zur Verbesserung bekam, sah ich jeweils den Mangel in Rot vor mir. Die Lehrer meinten, deine Rechtschreibung ist eine Katastrophe, das Problem solltest du bald mal Lösen, sonst wirst Du nie …..

Und so wurde ich zum Problemlöser und Verbesserer.

Das war eine tolle Ablenkung, von meiner eigenen Ohnmacht. Den ich löste die Probleme anderer.

Mit der Zeit merkte ich, dass ein Problemlöser Probleme braucht genauso wie ein Verbesserer Missstände und beide diese ja auch bewusst anziehen und sogar schaffen.

Das ging ins Auge privat wie beruflich.

Um noch mehr und besser Probleme zu lösen lernte ich mich zu strukturieren, meine Arbeitstechnik zu verbessern und Ziele zu erreichen.

Ich war sowas vom Leben abgelenkt.

Ein Moment der Stille, wonach ich mich insgeheim sehnte, konnte ich nicht aushalten.

DAS RAD DER ZEIT Gerrit Jäger

Ich habe es mit Meditation versucht nach spätesten zwei Minuten Stillsitzen, habe ich es nicht mehr ausgehalten.

Beim Liegen und zu hören einer geführten Meditation bin ich entweder in Gedanken abgedriftet oder eingeschlafen.

Gleichzeitig spürte ich massiv den Widerstand in meinem Körper und eine nicht endende Unzufriedenheit im Aussen und Innen.

 

„Denn alles Streben entspringt aus Mangel, aus Unzufriedenheit mit seinem Zustand, ist also Leiden, solange es nicht befriedigt ist; keine Befriedigung aber ist dauernd, vielmehr ist sie nur der Anfangspunkt eines neuen Strebens“.

Arthur Schopenhauer

Der Wunsch zu verbessern oder zu verändern bedingt einen Mangel. Mehr darüber hier.

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