Organisation

ISO 9001:2015 wie SMART? – Chancen und Risiken

ISO 9001 und der Apfelbaum

Wenn meine Unternehmen ein Apfelbaum wäre und ich als Unternehmer zwei Kisten schöner, feiner Bio Äpfel mehr von Ihm möchte wie sähen den die Anforderungen an das Management gemäss der ISO-9001.

Ziele habe ich ja bereits gesetzt mit zwei Kisten schöner, feiner Bio Äpfel mehr. Nur warum will ich das? Will ich sie verkaufen oder selber essen oder gibt es Saft daraus? Was ist meine Motivation?

 

Ist das wie beim Smart?

SMARTsteht fürSpecific Measurable Accepted Realistic Time Bound und nicht für Auto 12.

Spezifisch – (eindeutig definiert nicht vage, sondern so präzise wie möglich), messbar, ansprechend bzw. erstrebenswert, realistisch und realisierbar, terminiert.

Ja, genau fast wie SMART du schaust einfach noch nach den Chancen und Risiken und machst eine Bewertung dazu:

Ich benenne also mein Ziel und frage nach meiner Motivation. Dabei sehe ich, warum ich überhaupt ein Ziel erreichen will!

War mir ja klar, ich will damit Geld verdienen!

Aha und wozu will ich als Unternehmer Geld verdienen? Ist Geldverdienen mein Unternehmenszweck oder gibt es da noch mehr?

Richtig eigentlich kam mir der Gedanke zu den zwei Kisten mehr, weil meine Kunden nach mehr gefragt haben. Messbar und terminiert ist das Ziel ja auch. Es werden bis Ende September 10 Kisten an der Stelle von 8 sein.

Ist es auch erstrebenswert und realistisch?

Aha, da geht es um die Abwägung zwischen Risiken und Chancen und dem, was ich oder eben mein Unternehmen dafür tun muss.

Was ich tun muss, ist den Baum vor dem Winter beschneiden damit unter der Last des Schnees möglichst keine Äste brechen und der Baum im Frühling seine Energie nicht in abgestorbene oder faulige Äste investiert, sondern nur in die Äste die Früchte tragen können. Im Frühling wäre es hilfreich dafür zu sorgen, dass genügend Bienen zur Bestäubung da sind. Und im Sommer muss ich die Äste, die am produktivsten sind, unterstützen damit sie nicht unter ihrer Last zusammenbrechen.

Das ist ja fast wie in einer Produktionsfirma mit den Mitarbeitern und den Anlagen!

Eine Menge Arbeit für die paar Äpfel hoffe nur die Kunden wollen dann auch Al die Äpfel! Genau das ist das Risiko. Die Chancen sind, dass sich der Aufwand über Jahre auszahlt und mit der Zeit sicher auch etwas weniger wird.

Das stecke ich doch viel Zeit rein, ohne zu wissen, ob das Ganze auch Früchte tragen wird!

Gut habe ich über den Unternehmenszweck nachgedacht. Die Erhaltung meines Apfelbaums und die Arbeit damit gefällt mir und ist mir so wichtig, dass ich die Herausforderung, trotzt den Risiken, angehen werde.

Genau das war nun die Bewertung von Chancen, Risiken und der Realisierbarkeit im Zusammenhang mit dem Unternehmensziel.
Eigentlich recht SMART wozu die Norm da anhält oder?

Das habe ich ja eigentlich schon immer so gemacht!

Zu gegeben wenn ich es aufschreiben muss, kommen mir doch ein paar Aspekte mehr ins Bewusstsein und was meint Ihr liebe Leser dazu?

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2 replies »

  1. Mich spricht die Darstellung dieses Artikels in Form einer Selbstbefragung besonders an, denn das macht es mir als Leserin möglich mich zu fühlen, als wäre ich bei der Entwicklung der Gedanken dabei.

    Außerdem bin ich immer von den Fotos magnetisert.

    Jetzt versuche ich mal SMART auf ein eigenes aktuelles Problem anzuwenden.

    S
    Es geht um eine auf 2 Jahre befristete Stelle als Wissenschaftliche Mitarbeiterin mit eigener Projektverantwortung in einem Büro für Quartiersmanagement direkt vor meiner Haustür, also in dem Quartier, in dem ich sehr viele Lebensjahre zugebracht habe.
    Die Entscheidung für die Bewerbung habe ich getroffen, weil ich damit eine Chance öffne und meinen Möglichkeitenraum vergrößern kann.
    Nun geht es um die Entscheidung, wie bewerbe ich mich bzw. wie müssen die Bedingungen gestaltet werden, damit ich mich durch einen Stellenwechsel wirklich verbessere.

    M
    Bezüglich der Verbesserung gibt es zwei Aspekte,
    die monetäre Kompensation meiner eingesetzten Zeit und
    den Grad der Selbstbestimmung beim Job

    zu 1)
    Zur Zeit arbeite ich 24 Stunden pro Woche, bekomme 13 € brutto und habe nach allen Abzügen 1021,21 € netto zur Verfügung. Es gibt fast nie Überstunden. Und wenn, wird darauf geachtet, dass zeitnah ein Ausgleich erfolgt.
    Die Angabe zur Vergütung in der Ausschreibung lautet „attraktive Vergütung, dem Aufgabenbereich angemessen.“ In einem Forschungsinstitut werden Hochschulabsolventen mit eigenem Forschungsprojekt ohne weitere Mitarbeiter nach TVL E13 bezahlt. Das würde bei einer Arbeitszeit von 19,5h pro Woche ein Nettoeinkommen von 1293,94 € bringen. Direkter Vergleich: einmal wird die Lebensstunde mit 10,62€ kompensiert einmal mit 16,57€. Der neue Job würde eine Erhöhung von fast 60% je geleisteter Arbeitsstunde bringen. Allerdings sind Überstunden in Stresszeiten wahrscheinlich, der Ausgleich ungewiss und es wird Disponibilität auch an Abend- und Wochenendterminen gefordert.

    zu 2)
    sehr schwer abzuschätzen, es gibt sicher vieles das ich selbst gestalten kann und muss. Inwieweit ich aber frei bin dies nach meiner eigenen Massgabe und meinem eigenen Geschmack zu tun, lässt sich noch nicht vorhersagen, eventuell wird das klarer nach dem Vorstellungsgespräch.

    A
    Das Bewerbungsschreiben zu entwerfen und das Bewerbungsverfahren zu durchlaufen sehe ich als erstrebenswertes gutes Training.

    Klimaschutz – als Projektinhalt ist für mich interessant und erstrebenswert,
    Klimaschutz auf Mikroebene, nur in Verbindung mit politischem Bewusstsein für die globalen Zusammenhänge … ACHTUNG, hier ist im Gespräch zu klären, inwieweit ist das erwünscht?

    Befristetes Arbeitsverhältnis – Risiko?

    R
    Kommt auf die Mitbewerber an.
    Kollegin Christa befürwortet den Erfolg der Bewerbung.

    T
    Ist klar, für 2 Jahre mehr eigene Kohle, nicht nur pro Stunde, sondern auch absolut. Und mehr Gestaltungsspielraum innerhalb des Jobs und außerhalb, weil ich mehr Freizeit übrig behalte.

    Hab ich etwas Entscheidendes vergessen? Über einen Austausch würde ich mich freuen…

    Gefällt 1 Person

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