Organisation

Russisches Roulette wen trifft die Kündigung?

Gerrit Jäger LIFE & BUSINESS COACHING

Wen die Angst im Management regiert fühlen sich die Mitarbeiter wie beim russischen Roulette.

Wer wird der Nächste sein?

Zukunftsangst, Angst vor Entscheiden und vor Kündigung ist im Management stark verbreitet und noch immer ein Tabu.
Macher-Typen mit Angst und oft sogar Panikattacken, das geht nun gar nicht zusammen. So was steht für Waschlappen, für Versager und ist im Management ein absolutes No-Go.
So werden sie alles daran setzen das Gegenteil zu zeigen (vorzutäuschen) um Ihre Angst zu kaschieren und dies meist vorab vor sich selbst.

Als Gegenteil von Angst wird unter anderem Folgendes gesehen:
Mut, Furchtlosigkeit, Tapferkeit, Zuversicht, Wagemut, Verwegenheit, Courage, Mumm, Heldenmut, Schneid, Kühnheit, Unerschrockenheit, Waghalsigkeit, Tapferkeit usw.

Es ist nicht nur die Angst vor der eigenen Kündigung, die den 63 top Manager und ex Major mit Afghanistan Erfahrung schlaflose Nächte bereitet, nein es ist auch die Angst Mitarbeiter zu kündigen.

Inhabern von Kleinbetrieben fällt es oft schwer, sich zu einer Kündigung durchzuringen.
Denn das heisst stets auch, sein künftiges Schicksal mit zu entscheiden. Doch nicht nur sein Schicksal. Teilweise auch das seines Lebenspartners und das seiner Kinder, die von dem Gehalt mit leben.

Die Entscheidung, einen Mitarbeiter zu entlassen, ist häufig ein endlos Langer, quälender Prozess.

Doch für nicht wenige Manager ist dies nicht der Hauptgrund Ihrer Angst, es geht vielmehr ums eigene Überleben.
Denn speziell bei Fachspezialisten und dem Mittleren-Management stellt sich die Frage, wer macht nach der Kündigung Ihren Job?
Meist haben die, die eigentlichen Leistungsträger im Unternehmen, mehrere Hüte auf und sind auch wenn aufmüpfig und unangenehm nicht einfach so und durch eine einzige Person zu ersetzen.
Und was, wenn danach der Laden nicht mehr rund läuft, sich die Kündigung als Fehler erweisen sollte, wer wird dann der Nächste sein oder darf es mit noch mehr eigenem Einsatz ausbaden.

Jetzt ja keinen Fehler machen sagt sich auch der Ingenieur mit MBA Abschluss, es gilt noch 5 bis 6 Jahre zu arbeiten um nach der Pensionierung ein einigermassen äquivalentes Budget zur Verfügung zu haben.
Genau während der ETH und dem MBA Studium und danach beim Hochdienen entstand eine Lücke in der Altersvorsorge, die es zu schliessen gilt und vielleicht war da noch eine Scheidung und weg ist es das Alterskapital.

Es sind fast die gleichen Ängste, wie bei der alleinerziehenden Mutter, die im Aldi an der Kasse arbeitet, die auch den Top Manager gefügig machen, nur halt auf höherem Niveau.

Gerrit Jäger LIFE & BUSINESS COACHING

Bei Managern ist, die Austauschrate schon fast so wie bei Fussballtrainern.

Langfristiges Denken kann sich nur noch der Unternehmer mit Kapital leisten alle anderen müssen sich mit Erfolgen beweisen. Bringen sie es nicht, stimmen die Zahlen nicht und alle Tricks und Ausreden sind ausgeschöpft, müssen Köpfe rollen.

Der Top Manager holt sich jetzt ein externer Berater (so gewinnt er vielleicht noch ein oder sogar ein paar Jahre).
Es wird umorganisiert Aufmüpfige, Unangenehme oder Konkurrenten werden um platziert, so müssen sich diese zuerst mal wieder neu beweisen und stecken Ihre Energie in die Hackordnung. Ein weiteres Ergebnis der Beratung ist die dringend notwendige neue Ausrichtung am Markt. Damit der Top Manager sich hier vermehrt einbringen kann, braucht er eine Unterstützung einen Chief Operation Officer, COO zum Beispiel oder sonst jemand der neu ist und möglichst keine Ahnung vom Betrieb hat.
Denn so hat der Neue gute Chancen, für viele Fehler der Vergangenheit gerade zu stehen und da er noch kaum im Betrieb vernetzt ist, lässt er sich auch unkompliziert austauschen oder falls die Äussern Bedingungen sich zum Positiven geändert haben, über nimmt der Top Manager als Retter in der Not wieder das Zepter selber in die Hand.

Kaum zu glauben, dies und Ähnliches findet man sowohl im KMU als auch im Konzern.

Zukunftsängste gab auch der Ex-Einkaufsleiter von BMW kürzlich vor dem Münchener Landgericht als Motiv zu Protokoll, warum er Schmiergelder angenommen hatte. BMW habe ihm Mängel als Führungskraft vorgeworfen, berichtete der Ingenieur. Er habe Angst um seine Altersversorgung und um seine Familie gehabt. Nun muss der 55-Jährige für drei Jahre ins Gefängnis. Quelle: Handelsblatt.

 Dass Manager ihre Energie in ihren Aufstieg und die Selbsterhaltung stecken, ist bei ehrlicher Betrachtung eben einfach menschlich.

Wie Pferde in der Herde und Wölfe im Rudel kämpft auch der Mensch, um seinen Platz in der Sippe.
Das war schon immer so und ist wie Krieg auch, ein Teil der Evolution.

Die Starken und oder die Cleversten setzen sich durch.

Dies gilt allerdings auch für die Herde, das Rudel, die Sippe, das Unternehmen und die Gesellschaft.
Zuviel Machtgerangel schwächt, ist alles andere als clever und führt als Teil der Evolution zur selbst Regulierung.

Einer meiner früheren Chefs sagte:

Die Steigerung von Tod ist ausgestorben!

 

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