Wo kämpfst du noch in der Vergangenheit

Wo kämpfst du noch in der Vergangenheit

Gerrit Jäger live and business coaching

Wo kämpfst du noch in der Vergangenheit, wo drehen deine Gedanken um Geschehnisse, die nicht mehr verändert werden können.

Unser auf die Vergangenheit fixiertes Denken lässt die Gegenwart verblassen.

Oft fliehen wir regelrecht in die Vergangenheit um die Realität nicht fühlen zu müssen, Langweile zu umgehen oder uns schlicht nicht aushalten zu müssen.

Je intensiver wir in Erinnerungen schwelgen, umso weniger sind wir hier.

Kämpfst du mit deinem Chef, deinen Kollegen, deinen Kindern oder deinem Partner in der Vergangenheit um recht zu erhalten, ändert dies wohl weinig in der Gegenwart aber du verpasst einen grossen Teil von ihr.

Angst ist wohl der häufigste Grund warum wir mit unserem Denken und Fühlen in die Vergangenheit entweichen.
Angst vor den Gefühlen der Gegenwart lässt uns flüchten.
Gefühle wie Panik, Ohnmacht, Schwäche und Schmerz (körperlich wie seelisch) wollen wir entgehen.

Doch was Du nicht leben lässt, lässt dich nicht leben.

Verdrängst Du deine Gefühle, so werden diese grösser und mächtiger.
Kämpfst du also in der Vergangenheit, so werden deine Kämpfe immer grösser und verbrauchen deine Energie mehr und mehr und die Gegenwart wird dich einholen.

Als ich bei der Landung mit dem Gleitschirm auf meinem Hintern landete, war ich voll und ganz in der Gegenwart.
Was für ein Geschenk mein Körper zwingt mich, hinzuschauen, auf zu horchen und jeden Tag zu spüren wo es noch, was aufzugeben gibt.

Die bewusste Wahrnehmung der Kämpfe in der Vergangenheit geht über den Körper und führt zum Körper.

Gerrit Jäger live and business coaching

Die bewusste Wahrnehmung gibt uns erst die Möglichkeit halt Stopp zusagen und das Rad der Gedanken, auch wenn oft erst nur für einen Moment, zu stoppen.

Meine eingebrochenen Wirbel und vor allem mein gebrochener Steissbein erinnern mich an die Gegenwart. Jedes Mal, wenn ich im Gedankenrad drehe, beginnt mein Körper zu schmerzen und ich werde achtsam.

Die Frage, wo kämpfst du noch in der Vergangenheit, erlaubt dir zu erkennen wie oft und intensive du aus deinem Leben wegtrittst.

Dich aufregst:

  • Über das Verhalten Deines Chefs, Mitarbeiters, Nachbarn, Partners u.a.
  • Darüber das du nicht angemessen reagieren konntest.
  • Fehler machtest usw.

Du wirst  realisieren, dass Kämpfe die du in der Gegenwart zu führen glaubst, du eigentlich in der Vergangenheit führst.

Wie das?

Meine harte Landung war geschehen alles sich ärgern oder grämen darüber währe ein Kampf in der Vergangenheit.
Genauso ist es mit einer Kündigung des Jobs oder einer Busse etc.
In der Gegenwart fühle ich, wie ich mich aufrege und ärgere, oder spüre meinen Körper.

Doch die Ereignisse für mein Fühlen liegen in der Vergangenheit und können nicht mehr ungeschehen gemacht werden.

Ich kann sie aber annehmen und jetzt das Beste daraus machen.

 

Gerrit Jäger

 

Was tun wenn dich deine Gefühle überrumpeln

Was tun wenn dich deine Gefühle überrumpeln

Es ist dein Ich – dein Ego, welches deine Gefühle und deine Gedanken schafft, geniest oder darunter leidet.

Wer kennt das nicht plötzlich, wie aus dem nichts fühlst du Verzweiflung, Trauer oder Wut.

Die Vergangenheit holt dich ein, es schüttelt dich, dabei dachtest du, du seist längst darüber weg.
Nun merkst du, du hast es verdrängt und es hat dich auf der Flucht eingeholt und übermannt.

Beim Versuch es weg zudrücken spürst du den Widerstand, die Energie, die es dich kostet.

Was tun?

Du sitzt hin und lässt es geschehen, tauchst hinein in vergangenes Leid und versuchst es zu, zu lassen.
Es brodelt tief aus dir raus. Warum, wieso, hätte ich doch usw..

Je mehr du beginnst dein Fühlen zu beobachten, deinen Seelenschmerz im Körper zu spüren und als Energie wahrzunehmen, kommst du zurück in die Gegenwart (dies gilt natürlich genauso für Freude, Liebe und andere Glücksgefühle).

Vielleicht realisierst du, dass der Druck den du in deinem Bauch verspürst, grösser ist als dein physischer Körper.
Eine Art Wolke, die dir vielleicht gerade auf die Brust drückt, während du deinem Atem folgst. Vielleicht realisierst du, dass an der Wahrnehmungsgrenze dieser Energie der Fluss des Atems stockt.
Und plötzlich löst sich die Spannung in den Schultern und dein Atem fliest tiefer und tiefer in deinen Körper. Die bedrückende Energie schlägt um, löst sich auf, du spürst Ruhe und Kraft.

Du kannst Gefühle nicht wirklich dauerhaft wegdrücken, irgendeinmal bricht die Mauer auf und sie überrumpeln dich.
Wegdrücken verhärtet und macht spröde. Zulassen und beobachten macht weich und geschmeidig.

Das ist der Weg raus aus dem Jammertal.

 

Wenn du Gefühle als Energiewolke in und um deinen Körper wahrnimmst, kannst du lernen sie anwachsen zu lassen, wie auch wieder schwinden zulassen.
Beim Beobachten wirst du vielleicht entdecken, dass diese Energiewolken ein Zentrum haben.

Das Zentrum ist ähnlich wie das eines Hurrikans ein Punkt der Ruhe.

Wenn dich also deine Gefühle überrumpeln und du sie wie hier beschrieben beobachten kannst, wirst du zum Beobachter, genauer du wirst dir deiner Rolle als Beobachter bewusst.
Das heisst es wirst dir bewusst, dass du dich beobachtest, nur wem oder was wird das bewusst?
Ist da was hinter dem Beobachter der dein Ich beobachtet?

Es ist dein Ich – dein Ego, welches deine Gefühle und deine Gedanken schafft, geniest oder darunter leidet.

Dein Ich definiert sich durch dein Fühlen und dein Denken.

Konzentriere darauf, festzustellen woher deine Gefühle und Gedanken herkommen und wie du sie bewertest.

Diese Bewertung ist der Schlüssel zum Empfinden von Glück oder Unglück.

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Wie vermeidest du Ärger und Angst?

Wie vermeidest du Ärger und Angst?

Vollständige Abstraktion ist der natürliche Zustand des Geistes.

Doch sieht er nur Fragmente des Ganzen, denn nur so konnte er die partielle Welt erfinden, die du siehst.

Der Zweck allen Sehens ist es, dir das zu zeigen, was du zu sehen wünschst.

Alles Hören bringt deinem Geist nur jene Töne, die er hören will.

Ich habe allem, was ich sehe die gesamte Bedeutung gegeben, die es für mich hat.

Wir haben das Gefühl, dass der Körper unsere Freiheit begrenzt, uns leiden macht und schliesslich unser Leben auslöscht.

Körper jedoch sind nur Symbole für eine konkrete Form der Angst.

Körper greifen an, der Geist aber nicht.
Das ist der Grund, weshalb Körper leicht zu Symbolen der Angst werden.
Körper präsentieren das Symbol des »Feindes«!

Der Körper ist die Zielscheibe des Angriffs, denn niemand denkt, er hasse einen Geist.

Doch was anderes als der Geist weist den Körper zum Angriff an?
Was sonst könnte der Sitz der Angst sein ausser dem, was an Angst denkt?

Hass ist konkret.

Es muss ein Ding geben, das angegriffen werden kann.

Ein Feind muss in einer solchen Form wahrgenommen werden, dass er berührt, gesehen und gehört und letztendlich getötet werden kann.

Wenn Hass auf einem Ding ruht, verlangt er nach dem Tod.

Die Angst ist unersättlich, sie verzehrt alles, worauf ihr Auge fällt, da sie sich selbst in allem sieht und gezwungen ist, sich gegen sich zu wenden und zu zerstören.

Wer sein Gegenüber als Körper sieht, sieht ihn als Symbol der Angst.

Und er wird angreifen, weil das, was er erblickt, seine eigene Angst ist, ausserhalb von ihm, bereit zum Angriff.

Kannst du, deinen Feind mit diesen Gedanken sehen, ist dies dein sicheres Entrinnen aus Ärger und aus Angst.

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Quelle: Ein Kurs in Wundern

Zufriedenheit:«wer oder was bin ich wirklich?»

Zufriedenheit:«wer oder was bin ich wirklich?»

Ich möchte so gerne wieder mich selber sein.

Hinter dem Wunsch steht nicht nur die Frage, wer oder was bin ich, er beinhaltet auch die Aussage ich bin wer oder was geworden, welches ich nicht bin.

Sprich, ich lehne das ab, was heute ist und möchte was anderes.

Im Blog Meditation schrieb ich, dass sie mir hilft Ordnung in mein Gefühlsleben zu bringen und Klarheit darüber wer ich bin und wer nicht zu erlangen. Ich beschrieb auch, wie es ist, fremde Gefühle wahrzunehmen, und zu meinen es seien die Eigenen. Oft tun wir Dinge, die uns sinnlos erscheinen.
Wir fragen uns: Was ist der Sinn von meiner Existenz? Wer bin ich eigentlich? Und warum oder für was bin ich hier?

Dass gleiche gilt häufig, auch in Unternehmungen da werden Dinge getan und verlangt die total sinnlos erscheinen und die Frage nach dem Sinn der Unternehmung endet oft in einem Gefühl der Ohnmacht.

Um wahrgenommen zu werden muss ich also etwas werden, etwas Besonderes sein.

Wer bin ich und was will ich hier, ist seit Menschen gedenken, eine Zentrale frage auf unserem Weg.

Möglicher weise ist der Sinn im Leben von fühlenden und denkenden Wesen neben der Vermehrung wie Sand am Meer das Fühlen und das Denken.

Vielleicht zu einfach?

Angenommen es wäre so, dass das Fühlen, und das Denken den Sinn unseres Lebens ist. So müssten wir nur dies tun.

Wäre der Sinn des Lebens dann also, zu fühlen, was ist und darüber nachzudenken wie das Gefühlte sich auf mich auswirkt. Von welchen Gefühlen ich mehr möchte und welche Gefühle ich ablehne oder bekämpfe.

Was vergleiche und bewerte ich, was ist für mich gut, böse oder schlecht, wo ist Mangel und Fülle.

Dies ergibt dann Antwort auf die Frage wer oder was bin ich.

Demnach kommt es nicht darauf an, was wir tun, sondern was und ob wir Fühlen und wie bewusst es uns ist.

Sich selber sein ist der Zustand der Annahme und des zulassen meiner Gefühle und der Widerstände dagegen.

Suchst Du nach Antworten – möchtest Du Dir bewusst werden wer oder was Du bist, für was Du hier bist, was Deine Berufung ist, wo es wie in Deinem Leben weitergehen könnte? Dann schau hier.

 

Beziehung: Was tun wenn Trennung so schmerzt?

Beziehung: Was tun wenn Trennung so schmerzt?

Die Trennung einer Beziehung ist oft Grund für starken Kummer. Trennungsschmerz, Wut, Verzweiflung, Ohnmacht und Angst.

Erst als ich aufhörte mich dagegen zu wehren und etwas erreichen zu wollen, einfach nur Beobachtete, was ich fühlte und dachte und da rein ging, es begann zu zulassen und als Teil von mir anzunehmen, fingen sich die Schmerzen, die Wut, die Verzweiflung aufzulösen.

Und irgendeinmal kamen dann Leere und Stille.

Am Anfang fühlte ich Panik, wenn es still wurde. Ich wehrte mich gegen die Leere, die ich wahrnahm. Ich hatte eine riesen Angst, wie soll es weitergehen.

Das war so, als ich meinen Job verlor und dies, obwohl der Untergang der Firma absehbar war. Interessanterweise war es auch so, als ich selber kündigte. Es war dasselbe elende Gefühl wie beim Beendigen einer Liebesbeziehung wie auch dem Tod der Mutter. Wie der Fall in ein tiefes schwarzes Loch, dessen Vakuum mich drohte ein zu saugen.

Je mehr ich gegen diese Gefühle in Widerstand ging, umso stärker wurden sie.

Als ich mir erlaubte mich in dieses Loch rein ziehen zu lassen den Gefühlen von Wut, Verzweiflung, Ohnmacht und Angst Raum zu geben, sie zuzulassen, und zu beobachten wie gross sie sind, wo ihr Zentrum ist usw., löste sie sich Illusion langsam auf.

Illusion! Ja, denn wir haben allem, was wir sehen/fühlen, die gesamte Bedeutung gegeben, die es für uns hat.

Die Illusion ist eine falsche Wahrnehmung der Wirklichkeit. Etwas weiter-gesehen, werden auch falsche Interpretationen und Urteile als Illusion bezeichnet.

Die Ent-Täuschung folgt immer auf eine Täuschung.

Man sagt verliebt sein, sei eine Krankheit, es ist wie eine Sucht, eine Sehnsucht, eine Hoffnung nach Halt, Annahme, Zuneigung, Anlehnung, Akzeptanz, Sicherheit und Vertrauen. Hoffnungen die wir an jede Beziehung knüpfen auch an den Job, die Wohnung, das Haus, den Lehrer, den Chef, den Klub oder auch an z. B. die Zeitschrift.

Trennungsschmerz ist der gefühlte Mangel an Verbundenheit, den zu fühlen wir durch eine Illusion versuchen, zu verhindern.

Diese Krankheit ist  kein Zufall.

 

Wie alle Abwehrmechanismen ist sie Eine wahnsinnige Einrichtung zur Selbsttäuschung. Und sie bezweckt, die Wirklichkeit zu verbergen, sie anzugreifen, zu verändern, sie töricht zu machen, zu verzerren, zu verdrehen oder zu einem kleinen Häufchen nicht zusammengesetzter Teile zu reduzieren. Das Ziel aller Abwehrmechanismen ist, zu verhindern, dass die Wahrheit ganz ist. Die Teile werden so gesehen, als sei jeder von ihnen in sich ganz.

 Abwehrmechanismen sind nicht unbeabsichtigt, noch werden sie ohne Bewusstsein hervorgebracht. Sie sind geheime Zauberstäbe, die du schwingst, wenn die Wahrheit das, was du glaubst, zu bedrohen scheint. Sie scheinen nur der Geschwindigkeit wegen unbewusst zu sein, mit der du dich entschliesst, sie zu benutzen. In der Sekunde oder sogar weniger, in der die Wahl getroffen wird, begreifst du ganz genau, was du zu tun versuchst, und dann gehst du dazu über, zu denken, es sei getan. (Aus: ein Kurs in Wundern).

 

Bewusstsein schafft Selbstkorrektur!

Dieses Gefühl der Unverbundenheit, der Leere und vom schwarzen Loch aufgesogen zu werden kenne ich auch aus andern Situationen.

Eine Situation finde ich speziell spannend.

Ich war neulich unterwegs nach Interlaken sass hinten im Bus der Gleitschirmschule und ich hatte genau so ein Gefühl im Bauch. Ich dachte aha, da hat jemand Angst und ist auf dem weg sie zu verdrängen. Ich forschte nach wie und wo sie sich in mir breitmachte und während ich diesen Gefühls-Knäuel zuzulassen begann, spürte ich mit Erstaunen, da steckt noch vielmehr dahinter. Ich fühlte den Zug ins schwarze Loch, die Panik vor der Leere dem Tod, der Bedeutungslosigkeit. Ich fühlte die Sehnsucht nach Sicherheit und Vertrauen.

Klar, immer wenn ich denke, dass ich meine Komfortzone verlasse oder verlassen muss, kommt dieses Gefühl hoch.

Interlaken Gerrit Jäger

ob Interlaken Gerrit Jäger

Das Gefühl ist ein Zeichen fürs nicht Vertrauen ins Leben, ins Universum, in mich. Die Angst, zukünftige Ungewissheiten nicht aushalten zu können.

 

Ein Kollege sagte zu mir, als er von meiner Fliegerei hörte, du musst schon ein riesen Gottvertrauen haben.
Ist, nach dem Start, der Flügel aufgezogen und voll offen über mir vertraue ich. Kaum holpert es in der Luft, steigt oder sinkt oder pendelt es gar, nagt die Angst an meinem Gott-Vertrauen.

Warum also tut die Trennung so weh?
Aus Mangel an Gott-Vertrauen?

Oder weil unsere Selbsttäuschung auffliegt und wir der Wahrheit ins Auge blicken?

(Wie beim Gleitschirm wenn es holpert, und du realisierst wo und was du bist 😉 ).

Liess auch „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“.

Teile deine Ideen und Erfahrungen und verfasse einen Kommentar!

 

Tiere als Spiegel der seele – Was hat das mit mir zu tun

Tiere als Spiegel der seele – Was hat das mit mir zu tun

Im Blog „dort wo die Widerstände am grössten sind, geht es weiter“ habe ich bereits von meinem Pferd geschrieben.

Pferde sind genauso wie Hunde hervorragende Reflektoren.

Pferde definieren sich in der Gruppe über ihren Rang. Es gibt ein Leittier, welches das Verhalten der Gruppe bestimmt. Ich reite mein Pferd ohne Zügel und meist auch ohne Sattel. Ich kann ihm also, meine Dominanz nicht durch den Schmerz eines Gebisses (das ist das Eisen im Maul, welches je nach Ausführung massiven Schmerz ausüben kann) aufzwingen. Anmerkung gute Reiter reiten mit feiner Hand aber Waffe bleibt Waffe! Ein Pferd mit hoch gebundenem Kopf unter Zügeln wird nie seinen Kopf senken können, um Gras zu fressen. Wenn ich mich beim Reiten im Geiste in einer Spirale verfange, also nicht im Moment präsent bin, senkt mein Pferd den Kopf und frisst Gras „mal schauen, ob er aufwacht“. Wenn mein Pferd kaum vorwärts geht, macht es keinen Sinn Energie ins Antreiben zu verschwenden.

Denn um was geht es hier eigentlich?

Spiegelt mein Pferd mir wie, ich heute drauf bin oder eben Sitze.

Die Fragen: „Was hat das mit mir zu tun“ und „Was löst es bei mir aus“ oder „was fühle ich dabei“ führen meist zu einer Klärung der Situation.

Denn in den aller meisten Fällen ist es, unter Pferden so, dass wenn das Leittier feststeht, es die Herde nicht antreibt, sondern die Herde ihm folgt. Übertragen auf das Führungsverhalten bei uns Menschen; Es gibt einerseits die Antreiber und andererseits die Führer. Letztere sind eher selten. Die Antreiber gehören zu der Mehrzahl, die sich über Ihre faulen Untergebenen mokiert.

Ein Führungstraining mit Pferden kann erstaunliche Erkenntnisse und Resultate bringen

und in der Folge viel Energie sparen. Gleiches gilt für Trainings mit Hunden oder Wölfen. Noch interessanter sind Seminare mit Eseln oder Maultieren. Von beiden ist bekannt, dass sie Feinde regelrecht angreifen und auch zur Strecke bringen, wenn notwendig. Da ist das Feedback etwas deutlicher. Wobei es auch bei Pferden passieren kann, dass du zum Getriebenen wirst. Dies nicht nur von Stuten mit Fohlen. Nähert sich ein Pferd, einer fremden Herde, wird es erst mal durchgecheckt und gegebenenfalls vertrieben. Je nach Seminar kannst Du das auch erleben.

Die Antwort auf die Frage wie werde ich geführt, ist ja auch total spannend,den sie hat vor allem mit mir selber zu tun

und erklärt auch mein eigenes Führungsverhalten und mein Platz in der Gruppe.

Zu Tieren als Spiegel gäbe es natürlich noch viel mehr zusagen. Sie zeigen uns so gut, wo unsere Widerstände zu finden sind und verurteilen uns nicht wenn wir nichts damit tun oder es erst nach Jahren begreifen.

Unsere Aussagen über Tiere wie z. B. „Ja, mein Hund folgt toll, solange ich im Gudis gebe“ sagen auch eine Menge über uns und unser Führungsverhalten aus.

Auf Stress reagiert mein Körper mit Durchfall und das hatte ich bereits ein volles Jahr als ich meinen Hund einschläfern lies. Ich kam nicht dahinter warum, auch eine Darmspiegelung gab keine Hinweise. Eine Bekannte von mir hat Ihren Hund, der ein Jahr älter war als meiner, etwa zu dem Zeitpunkt als es mit meinen Darmbeschwerden anfing, einschläfern lassen.

Ich sah da keinen Zusammenhang. Wie so auch?

Auch als ein halbes Jahr später mein Hund auch Durchfall bekam, sah ich keinen Zusammenhang. Er hatte auch noch eine vergrösserte Leber und Blut im Stuhl. Vor erst liess sich dies mit Medikamenten auch beheben. Leider nicht für lange. Fit war er ja bis auf das eine Bein, das lahmte und er sah und hörte nicht mehr gut und reagierte auch etwas komisch. So konnte ich ihn zwei drei Mal noch gerade vor einem Auto wegreissen. Das konnte er überhaupt nicht mehr einordnen. Als ich dann, in Begleitung meiner Töchter beim Tierarzt unter Tränen, zum Einschläfern einwilligte, merkte ich erst, wie gross der Widerstand dagegen bei mir war. Zuhause stellte ich fest, der Durchfall war weg.

Offensichtlich hatte ich richtig Schiss vor der Entscheidung.

Mein Hund †Sirius.