Wen die Aufgabe das Glück ist oder gar das Glücklichsein, so ist es, wohl wichtig festzuhalten, was denn eigentlich Glück ist. Nun das Gegenteil von Glück ist Unglück und unglücklich sein das Gegenteil von glücklich sein. Damit können wir Menschen meist mehr anfangen oder?

Freiheit Gerrit Jäger

Glück im Unglück – Unglück im Glück

Ein alter Mann und sein Sohn bestellten gemeinsam ihren kleinen Hof. Sie hatten nur ein Pferd, das den Pflug zog. Eines Tages lief das Pferd fort. “Wie schrecklich!” sagten die Nachbarn, “Welch ein Unglück.” “Wer weiss, ob Glück oder Unglück”, erwiderte der alte Bauer. Eine Woche später kehrte das Pferd aus den Bergen zurück. Es brachte fünf wilde Pferde mit in den Stall. “Wie wunderbar!” sagten die Nachbarn, “Welch ein Glück.” “Glück oder Unglück? Wer weiss”, sagte der Alte. Am nächsten Morgen wollte der Sohn eines der wilden Pferde zähmen. Er stürzte und brach sich ein Bein. “Wie schrecklich!” sagten die Nachbarn, “Welch ein Unglück!” Der Bauer antwortet nur: “Glück oder Unglück?” Drei Tage später kamen die Soldaten ins Dorf und holten alle jungen Männer in den Krieg. Den Sohn des Bauern konnten sie nicht brauchen. Er blieb als Einziger verschont. Glück oder Unglück. Wer weiss das schon!

Richtig: Wer weiss das schon!

Ob wir etwas mit Glück oder Unglück bewerten, hängt ganz von unserer Sicht weise ab oder anders gesagt unsere Sicht weise ist meist durch unsere Vergangenheit und die daraus interpolierte Zukunft bestimmt.

So gesehen kreieren wir fortlaufend Illusionen, die unser Befinden in der Gegenwart bestimmen. Entsprechend diesen Illusionen, empfinden wir dann Glück oder Unglück und sagen zur Situation das macht mich oder du machst mich ….

Wir fühlen uns dann glücklich, zufrieden oder unglücklich, unzufrieden.

Mit dieser Denke geben wir gleichzeitig Macht und Verantwortung von uns und reissen uns in die Ohnmacht.

So machen wir aus uns Opfer oder Krieger bauen Widerstände auf um sie zu beklagen oder zu bekämpfen. Wir beklagen Probleme oder werden zum Problemlöser ohne zu merken, dass wir dies alles selber kreiert haben. So leben wir in unseren Illusionen im Beruf wie in der Partnerschaft. Wer kennt sie nicht die Vorwürfe an den bösen Chef oder den unfähigen Mitarbeiter oder den Partner, der an unseren Bedürfnissen vorbeilebt.

Die Aufgabe ist das Glück, kann man auch so verstehen:

Glück ist die Aufgabe aller Illusionen.die Kluft zwischen Reich und Arm wird immer grösser

Ist die Aufgabe demnach die Aufgabe aller Bewertung und aller unserer Illusionen dies gäbe uns die Freiheit zurück den Moment zu erleben.

Altes auf zu geben schafft Platz für Neues.

Gäben wir den Groll auf die Ereignisse aus der Vergangenheit auf, so trügen wir in nicht in die Zukunft und wären frei Neues zu erleben, ohne auf alten Bewertungen auf zu bauen.

Im Besonderen im Umgang mit Menschen wäre es von unheimlichem Vorteil Groll frei zu sein. Angenommen wir kämen in eine Sitzung und unser Ego währe unbelastet könnte frei von Groll zu hören und dann unbelastet sachliche Entscheidungen treffen.

Dies wäre ein fantastischer Gewinn!

Wenn ich daran denke in wie vielen Hahnenkämpfe ich unnötigerweise meine Energie und die meiner Kollegen verbraucht habe.

Vorverurteilungen und vorgefasste Meinungen aufzugeben ist auch im technischen Bereich oft ein Lösungsturbo! Dies erlaubt auch, Dinge zu entdecken, die wir sonst nicht sehen würden, weil sie sonst out of the picture währen also nicht in unserer Vorstellung Platz hätten. Siehe auch.

Eitle Wünsche und Groll sind Partner oder Miterzeuger bei der bildlichen Darstellung der Welt, die du siehst. Die Wünsche des Ego hab en sie hervorgebracht, und das Bedürfnis des Ego nach Groll, der zu ihrer Aufrechterhaltung nötig ist, bevölkert sie mit Figuren, die dich anzugreifen scheinen und nach »gerechtem« Urteil rufen. Diese Figuren werden zu den Mittelsmännern, die das Ego benutzt, um Handel mit dem Groll zu treiben. Sie stehen zwischen deinem Gewahrsein und deines Bruders Wirklichkeit. Weil du sie siehst, erkennst du weder deine Brüder noch dein SELBST.

Dein Wille ist dir in diesem sonderbaren Tauschgeschäft verlorengegangen, in dem mit Schuld hin und her gehandelt wird und der Groll mit jedem Tauschhandel zunimmt. Aus Ein Kurs in Wundern

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