Beziehung: Was tun wenn Trennung so schmerzt?

Beziehung: Was tun wenn Trennung so schmerzt?

Die Trennung einer Beziehung ist oft Grund für starken Kummer. Trennungsschmerz, Wut, Verzweiflung, Ohnmacht und Angst.

Erst als ich aufhörte mich dagegen zu wehren und etwas erreichen zu wollen, einfach nur Beobachtete, was ich fühlte und dachte und da rein ging, es begann zu zulassen und als Teil von mir anzunehmen, fingen sich die Schmerzen, die Wut, die Verzweiflung aufzulösen.

Und irgendeinmal kamen dann Leere und Stille.

Am Anfang fühlte ich Panik, wenn es still wurde. Ich wehrte mich gegen die Leere, die ich wahrnahm. Ich hatte eine riesen Angst, wie soll es weitergehen.

Das war so, als ich meinen Job verlor und dies, obwohl der Untergang der Firma absehbar war. Interessanterweise war es auch so, als ich selber kündigte. Es war dasselbe elende Gefühl wie beim Beendigen einer Liebesbeziehung wie auch dem Tod der Mutter. Wie der Fall in ein tiefes schwarzes Loch, dessen Vakuum mich drohte ein zu saugen.

Je mehr ich gegen diese Gefühle in Widerstand ging, umso stärker wurden sie.

Als ich mir erlaubte mich in dieses Loch rein ziehen zu lassen den Gefühlen von Wut, Verzweiflung, Ohnmacht und Angst Raum zu geben, sie zuzulassen, und zu beobachten wie gross sie sind, wo ihr Zentrum ist usw., löste sie sich Illusion langsam auf.

Illusion! Ja, denn wir haben allem, was wir sehen/fühlen, die gesamte Bedeutung gegeben, die es für uns hat.

Die Illusion ist eine falsche Wahrnehmung der Wirklichkeit. Etwas weiter-gesehen, werden auch falsche Interpretationen und Urteile als Illusion bezeichnet.

Die Ent-Täuschung folgt immer auf eine Täuschung.

Man sagt verliebt sein, sei eine Krankheit, es ist wie eine Sucht, eine Sehnsucht, eine Hoffnung nach Halt, Annahme, Zuneigung, Anlehnung, Akzeptanz, Sicherheit und Vertrauen. Hoffnungen die wir an jede Beziehung knüpfen auch an den Job, die Wohnung, das Haus, den Lehrer, den Chef, den Klub oder auch an z. B. die Zeitschrift.

Trennungsschmerz ist der gefühlte Mangel an Verbundenheit, den zu fühlen wir durch eine Illusion versuchen, zu verhindern.

Diese Krankheit ist  kein Zufall.

 

Wie alle Abwehrmechanismen ist sie Eine wahnsinnige Einrichtung zur Selbsttäuschung. Und sie bezweckt, die Wirklichkeit zu verbergen, sie anzugreifen, zu verändern, sie töricht zu machen, zu verzerren, zu verdrehen oder zu einem kleinen Häufchen nicht zusammengesetzter Teile zu reduzieren. Das Ziel aller Abwehrmechanismen ist, zu verhindern, dass die Wahrheit ganz ist. Die Teile werden so gesehen, als sei jeder von ihnen in sich ganz.

 Abwehrmechanismen sind nicht unbeabsichtigt, noch werden sie ohne Bewusstsein hervorgebracht. Sie sind geheime Zauberstäbe, die du schwingst, wenn die Wahrheit das, was du glaubst, zu bedrohen scheint. Sie scheinen nur der Geschwindigkeit wegen unbewusst zu sein, mit der du dich entschliesst, sie zu benutzen. In der Sekunde oder sogar weniger, in der die Wahl getroffen wird, begreifst du ganz genau, was du zu tun versuchst, und dann gehst du dazu über, zu denken, es sei getan. (Aus: ein Kurs in Wundern).

 

Bewusstsein schafft Selbstkorrektur!

Dieses Gefühl der Unverbundenheit, der Leere und vom schwarzen Loch aufgesogen zu werden kenne ich auch aus andern Situationen.

Eine Situation finde ich speziell spannend.

Ich war neulich unterwegs nach Interlaken sass hinten im Bus der Gleitschirmschule und ich hatte genau so ein Gefühl im Bauch. Ich dachte aha, da hat jemand Angst und ist auf dem weg sie zu verdrängen. Ich forschte nach wie und wo sie sich in mir breitmachte und während ich diesen Gefühls-Knäuel zuzulassen begann, spürte ich mit Erstaunen, da steckt noch vielmehr dahinter. Ich fühlte den Zug ins schwarze Loch, die Panik vor der Leere dem Tod, der Bedeutungslosigkeit. Ich fühlte die Sehnsucht nach Sicherheit und Vertrauen.

Klar, immer wenn ich denke, dass ich meine Komfortzone verlasse oder verlassen muss, kommt dieses Gefühl hoch.

Interlaken Gerrit Jäger

ob Interlaken Gerrit Jäger

Das Gefühl ist ein Zeichen fürs nicht Vertrauen ins Leben, ins Universum, in mich. Die Angst, zukünftige Ungewissheiten nicht aushalten zu können.

 

Ein Kollege sagte zu mir, als er von meiner Fliegerei hörte, du musst schon ein riesen Gottvertrauen haben.
Ist, nach dem Start, der Flügel aufgezogen und voll offen über mir vertraue ich. Kaum holpert es in der Luft, steigt oder sinkt oder pendelt es gar, nagt die Angst an meinem Gott-Vertrauen.

Warum also tut die Trennung so weh?
Aus Mangel an Gott-Vertrauen?

Oder weil unsere Selbsttäuschung auffliegt und wir der Wahrheit ins Auge blicken?

(Wie beim Gleitschirm wenn es holpert, und du realisierst wo und was du bist 😉 ).

Liess auch „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“.

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