Körper = Tempel/Haus von Geist + Seele

Körper = Tempel/Haus von Geist + Seele

Der Tempel dein Körper.

Der Tempel dein Körper.

Wer sich liebt, liebt ihn ohne Wenn und Aber. Er ist das Haus von Geist und Seele.

Fehlt einer der Drei, geht gar nichts. Geist und Seele ohne Körper ist schlicht nicht möglich.

Auch wenn der Körper wie bei Stephen Hawking nur noch minimale Beweglichkeit aufweist, ist er immer noch Haus der Seele und in seinem Fall eines genialen Geistes. Seine Bücher finde ich sehr toll und ich kann sie, jedem der etwas mehr übers Universum wissen möchte wärmstens empfehlen. Sie sind für jedermann, super spannend geschrieben.

Das erste Mal als ich von Stephen Hawking hörte, war in meinem sechszehnten Lebensjahr, als ihn ein Neurologe dazu brauchte mir meine Zukunft zu beschreiben.
Der Gute meinte, spätestens mit 27 werde ich vielleicht meinen Rollstuhl noch mit einem Stick, so wie Stephen Hawking pilotieren können. Zum Glück hatte der Mann keine Ahnung.
Nun, die Diagnose der neuromuskulären Erkrankung CMT war richtig. Ich liess dies mit 26 in Bern an der Uniklinik überprüfen. Das Resultat war lustig. Die Ärzte wollten mit in die Muskeln gesteckten Nadeln und elektrischen Impulsen meine Beine zum Bewegen bringen und meine Gesichtsmuskeln mit Magnetismus.

Doch da passierte nichts, das hat die so irritiert, dass sie mir einen Rollstuhl anboten, auf den ich lachend verzichtete.

Mit 16 hatte dies einerseits Einfluss auf meine Berufswahl und ein eigentlicher Sportmuffel fand Freude an Bewegung.

Zuerst begann ich mit Judo. Ganz einfach ich wollte mich wehren können. Da war ein riesen Nachholbedarf.

Dann begann ich mit Bergsteigen, da habe ich gute Kameraden getroffen, die mich trotz meines manchmal patschenden und wackligen Ganges (nicht nur meine Wahrnehmung) nicht auslachten.

Gerrit Jäger Jura

Gerrit Jäger Jura

Es war mein Traum, meinen Militärdienst, bei den Gebirgsgrenadieren zu absolvieren. Nun obiger Neurologe war bei der Aushebung (Musterung) als verantwortlicher Arzt dabei, so durfte ich auch gleich wieder nach Hause.
Rückblickend war dies wohl kein Schaden.

Nun, ob gut oder schlecht, wer weis es.

Im Moment (November 2016) gehe ich gerade mal seit zweieinhalb Monaten, Unfall bedingt, an Krücken.
Ich lernte, wie das ist, wenn man nicht mehr selber auf die Toilette kann und sein Geschäft im Bett verrichten soll.
Die Prognose drei Monate an Krücken konnte ich sehr gelassen entgegennehmen. Als ich zusah, wie die Muskeln wie Butter wegschmelzen, wurde ich aktiv, denn Bewegung ist Freiheit.
Ich habe mich voll in die Physiotherapie vertieft, denn Jammern und Lamentieren, hilft nicht.
Daneben hatte ich dennoch viel Zeit sitzend mit hochgelagerten Beinen zu verbringen. Das Schreiben meines Buches (Du liest einen Auszug davon) hat mir Spass gemacht.

Schreiben ist eine tolle Sache, finde ich.

Die Moral der Geschichte. Glück oder Unglück wer weiss das schon!

Egal wie deine Situation ist, nutze sie! Solange du noch einen Tempel hast, wo ein Geist drin lebt, tu dein Bestes!

Wie Stephen Hawking sagt. Auch wenn du zwischendurch mal in ein schwarzes Loch gerätst.

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